Presseberichte


Tausend Blüten – ein Fest in Mostindien

 

In der Mostgalerie am Bodensee fand am 24. April 2016, dem CH Tag der Hochstammbäume ein Blütenfest statt. Wir versuchten das Thema Blüten in allen Variationen umzusetzen. Da waren tolle Blütenbilder zu sehen. Dies an einer Blütenbar, wo synth. Blütenduft zu riechen und zugleich zu erleben war, wie sich der Blütenduft aus verschiedensten Einzeldüften, zT. auch sehr übelriechenden zusammensetzt. Filme über das Apfeljahr und den Apfelurwald vermochten viele, vielleicht lang gehegte Fragen zu beantworten. Die allerletzten Fragen konnten dann von Edwin Huber, dem abtretenden Präsidenten vom Thurg. Obstverband, auch noch kompetent beantwortet werden.

Das Angebot erstreckte sich von duftenden Wildrosen, arrangiert als Blütenwiese, über viele Produkte im weitesten Sinn aus dem Obstgarten bis zu Seifen, die sich bestens bewähren, die Fruchtflecken zu entfernen. Dann war auch die Bahnhofdrogerie von Amriswil anwesend mit der Pflegelinie, des inzwischen weltbekannten Apfels “Uttwiler Spätlauber“. Findige Drogisten haben mit dem Wirkstoff dieses Apfels, der die Haut langsamer altern lässt, eine Pflegelinie entwickelt, die sogar bis zu Michelle Obama vorgedrungen ist.

Man konnte eintauchen in die Welt der Bienen, der Brände, der Hölzer der Obstbäume und sich viel erzählen lassen von den Fachleuten, die sich allesamt dem Obst auf ihre Art verschrieben haben und mit viel Begeisterung ihr Wissen immer wieder weitergeben. So auch Schule auf dem Bauernhof, dessen Aufgabe es ist, längerfristig den Bezug zur Natur auf eine gesunde Weise wieder zu fördern.

Und die Verpflegung, die sich voller fruchtiger Überraschungen gezeigt hat. Die Fülle war so gross, dass man wahrscheinlich gar nicht alles entdeckt hat. So konnte man vom roten Apfelsaft, Goldmedaillenapfelsaft, Eistee; gemacht mit Obstsaft, über Mostrisotto, Fleischkäse „Mostindien“ mit Wildfruchtchutney, Mostfondue, Birewegge mit hofeigenen Feigen, Birnelkuchen, Schoggikuchen mit Swizlyüberzug, Süssmostcrème und Bauernhofeis mit z.B.Honig, Birnel auswählen.

Frisch gestärkt konnte man weiter zum Mostkrugschieben, eine Art Kegeln, mit attraktiven Preisen. Auch konnte man sich eine alte Pasteurisationsanlage ansehen. Ein Islikerapparat, ein Modell der ersten Stunde, womit auch Grossmostereien dereinst gearbeitet haben, und dies mit einer eindrücklichen Stundenleistung von 200-400lt.

Auch fast ganz ohne Sonne schauen wir gerne auf ein gelungenes Fest mit frischen Temperaturen zurück und bedanken uns bei allen Besuchern.

 

Lesen Sie hier den Medienbericht vom Thurgauer Tagblatt vom 26.04.2016.


Schweizer Süssmost-Qualitätswettbewerb 2013

Der 2012-er ist ein Spitzen-Saftjahrgang


Im Rahmen des Schweizer Obstkulturtages 2013 in den Olma-Messehallen fand die Preisverleihung zum 21. Schweizer Süssmost-Qualitätswettbewerb statt. Der gegenseitige Ansporn, den besten Saft zu produzieren, motivierte die Verarbeiter zu Höchstleistungen.


Nicolas Pradervand aus Signy (VD) heisst der Jahressieger des Schweizer Süssmost-Qualitätswettbewerbs 2013. Er nahm anlässlich der kürzlich vorgenommenen Prämierung in St. Gallen die verdiente Auszeichnung entgegen. Zusammen mit Nicolas Pradervand erhielten 13 weitere Produzenten eine goldene Auszeichnung für ihre Säfte. Je fünfzehnmal vergab die Jury eine silberne und eine bronzene Medaille und viermal ein Zertifikat. Über 500 Obstbaubetriebe, bäuerliche Mostereien und kleingewerbliche Obstverarbeiter nahmen im Vorfeld dieses Wettbewerbs gesamtschweizerisch an regionalen Ausscheidungen teil. 45 Produzenten qualifizierten sich mit total 48 verschiedenen Säften in den Kategorien geklärter Süssmost, naturtrüber Süssmost, Misch- und Gärsaft für den Finaldurchgang. Dominique Ruggli, Jury-Präsident, Verantwortlicher für den Bereich Obstbau am Landwirtschaftlichen Institut des Kantons Freiburg, Grangeneuve, berichtete anlässlich der Preisverleihung, dass Anfang Februar 2013 in Grangeneuve 48 Proben verkostet wurden. Für diese Finalrunde wurden die besten zehn Prozent der Proben aus jeder Regionalrunde und aus der überregionalen Ausscheidung berücksichtigt. Die qualifizierten Teilnehmer der Regionalrunden gaben auf Einladung des Fachzentrums Obstverarbeitung/Direktvermarktung (FZ OVDV) eine zweite Probe ab. Das FZ OVDV führte die Finalrunde durch.

Förderlich für Innovation und Weiterbildung
Aus den Proben mit den höchsten Noten wurde in einem abschliessenden direkten Vergleich ein einziger „Süssmost des Jahres“ bestimmt. Die Proben wurden in einem neutralen Glas serviert. Die Degustation erfolgte blind. Beurteilt wurde der Süssmost nach dem vom FZ OVDV vorgegebenen 20-Punkte-Schema. Die Jurymitglieder waren sich darin einig, dass der Saft der Ernte 2012 qualitativ als ein hervorragender Jahrgang bezeichnet werden darf, betonte Dominique Ruggli. Der Präsident des Fachzentrums Obstverarbeitung/Direktvermarktung, Kilian Diethelm, richtete ebenfalls persönliche Grussworte an die ausgezeichneten Produzenten: Er stellte fest, dass der Schweizer Süssmost-Qualitätswettbewerb für die Weiterbildung und Innovation der Branche förderlich ist. Die Produkte aus der bäuerlichen Obstverarbeitung, die sich geschmacklich, optisch und emotional von Massenprodukten abheben, geniessen eine hohe Anerkennung bei einer treuen Kundschaft. Eindrücklich seien auch die erbrachten Leistungen: Jährlich verarbeiten Früchteproduzenten und gewerbliche Verarbeitungsbetriebe über 10'000 Tonnen Früchte zu Spezialitäten wie Fruchtsäfte, getrocknete Früchte, Konfitüre und weitere Spezialitäten. Die Obstverarbeitung und die Produktvermarktung sei für viele kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe ein interessanter Zusatzerwerb mit direkter Wertschöpfung. Isabelle Schwander

Ausgezeichnete Ostschweizer Süssmoster 2013  

Gold
: Hansruedi Hagen, 8555 Müllheim (Kategorie geklärter Süssmost);  Bruno Müller, 8259 Wagenhausen (Kategorie geklärter Süssmost); Max Windler, 9502 Braunau (Kategorie geklärter Süssmost)

Silber
: Albert Forster, 9200 Gossau (Kategorie geklärter Süssmost); Guido Horber, 9200 Gossau (Kategorie geklärter Süssmost); Othmar Hüppi, 8735 Rüeterswil (Kategorie geklärter Süssmost); Margrit Spöhl, 8556 Engwang (Kategorie geklärter Süssmost); Daniel Vogel, 8580 Hefenhofen (Kategorie geklärter Süssmost)

Bronze
: Ruedi Leuzinger, 8753 Mollis (Kategorie geklärter Süssmost)

Die ausgezeichneten Süssmoster aus dem Thurgau. Von links: Max Windler, Daniel Vogel, Margrit Spöhl, Hansruedi Hagen und Bruno Müller.

Die ausgezeichneten Süssmoster aus dem Kanton St.Gallen und Glarus. Von links: Guido Horber, Othmar Hüppi, Albert Forster und Ruedi Leuzinger.




Gute Thurgauer Süssmost-Qualität

Qualitätswettbewerb / Bei den Gärsäften holte Bruno Bussinger, Hüttwilen, 19 von 20 möglichen Punkten. Zwei Süssmoster wurden mit 19.0 und zwei mit 18 Punkten bewertet.

SULGEN / «Auch das vergangene Jahr hatte wieder seine Eigenheiten, welche unsere Obstproduzenten verschiedentlich echt forderten», sagten die Co-Präsidenten Peter Widmer und Max Schindler an der 79. Jahresversammlung des Thurgauer Süssmosterverbands übereinstimmend. In den meisten Obstanlagen waren keine oder höchstens eine Behandlung mit Streptomycin notwendig um einen Schaden abwenden zu können. Laut Widmer sah es im Feldobstbau anders aus. Gut 150 Birnen- und Äpfelbäume sowie eine Anzahl Weissdörne mussten gerodet werden. Mit rund 65000 Tonnen wurde die niedrigste Mostobsternte seit 20 Jahren eingefahren. Besser sah es bei den Mostbirnen aus, wo mit knapp 11 000 Tonnen rund 20 Prozent über der geschätzten Menge geerntet werden konnte. Wie Widmer erklärte ist die Beratungsstelle für bäuerliche Obstverarbeitung zum BBZ Arenenberg vollzogen worden. Sämtliche Akten und Dokumente sind nun im BBZ deponiert.Dazu gehört auch die neue Obstpresse,welche zu Demonstrationszwecken Schulen und Vereinen zur Verfügung steht. Diese kann bei Peter Widmer Altnau reseviert werden.

Gute Mostqualität
Die Co-Präsidenten sind mit dem Qualitätswettbewerb zu frieden. Beim Gärsaft wurde Bruno Bussinger, Hüttwilen, mit 19 Punkten ausgezeichnet. Judit Iten-Auf der Mauer, Neukirch an der Thur und Peter Stark holten beim Süssmost 19.0 Punkte. Mit einem Punkt weniger wurde Mike Meier, St. Margrethen und Albert Schmid, Buch bei Märwil ausgezeichnet.

Beschreibung von Obstsortenressourcen
Projektleiter David Szalantay, Wädenswil erklärte das Projekt «Beschreibung von Obstgenressourcen (BEVOG). Er will die Beschreibung von Obstgenressourcen in NAP-Sammlungen umfassend vorantreiben. Dies soll in vier Modulen erfolgen. Das Projekt arbeitet dabei mit verschiedenen Partnern eng zusammen. Dazu gehören die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil, regionale NAP-Sammlungen (Riedern, HSW Wädenswil, FRUCTUS Breitenhof, FRUCTUS Wädenswil, Oeschberg, Lüscherz), Kantonalen Fachstellen für Obstbau BE/SG/TG und die Schweizerische Vereinigung für Obst- und Traubenverarbeitung SVOT. Das Projekt arbeitet zudem in der

Arbeitsgruppe Obst der SKEK (inklusive Pomologische Kommission) mit und liefert die Projektdaten an die Nationale Datenbank (NDB).

Öffentlichkeitsarbeit

Das Projekt führt in Absprache mit den beteiligten Partnern einen öffentlichen Anlass pro Jahr durch und informiert aktiv über die aktuellen Projektergebnisse. Ziel ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Vielfalt der Obstgenressourcen und deren Verwendung. An Tagungen im In- und Ausland werden bei Bedarf und nach Rücksprache mit der SKEK Vorträge über die Projektarbeiten gehalten. Mario Tosato












Bildlegende: Die Besten: ( v. l. n. r.): 1. Rang: Peter Stark, Judith Iten und Bruno Bussinger (je 19.0): 2. Rang 18 Punkte: Albwert Schmid und Mike Meier. (Bild: Bruno Hugentobler)