Presseberichte

 

Nationaler Qualitätswettbewerb für Fruchtsäfte 2018/2019

 

 

Der schweizerische Obstverband und die Agroscope haben die besten Schweizerischen Fruchtsäfte und Cidre erkoren. Darunter waren etliche Thurgauer Obstverarbeiter auf den vordersten Rängen auszumachen. Einige erreichten auch an unserem regionalen Wettbewerb Bestnoten, dies berechtigte sie zur Teilnahme  an der nationalen Ausscheidung. Es wurden insgesamt 126 verschiedene Muster eingereicht, welche von den 14 Jurymitglieder nach dem visuellen Eindruck (Farbton Trubstoff), der Empfindung in der Nase im Gaumen und dem Geschmackausdruck  bewertete wurden. Alle Thurgauer Produkte  bewegten sich auf sehr hohen Niveau. Dazu gratulieren die Thurgauer Moster allen ganz herzlich.

 

 

 

Anschliessend die erfolgreichen Thurgauer  Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

 

 

Kategorie  Apfelsaft / Süssmost

 

Gold             Lukas Neuhaus                        Hugelshofen                          Herbstmost

 

 

 

Silber            Bruno Bussinger  Gmbh         Hüttwilen                                Rubinette

 

                       Christoff Bär                             Opfershofen                           Bäremost  Marie

 

                       Christoff Bär                             Opfershofen                           Bäremost  Frida 

 

                       Matthias Rutishauser              Lengwil                                   RutisHüsli

 

                       Hansruedi Hagen                    Müllheim                               

 

 

 

Bronze          Christoff Bär                            Opfershofen

 

                       Ursula Hagen                           Müllheim

 

                       Max Windler                             Braunau

 

 

Kategorie Kernobstsaft trüb

 

 

 

Gold              Elvira Jakob                              Dettighofen

 

 

 

Silber            Werner Vogel                          Hefenhofen

 

                       Robert Neuhaus                     Hugelshofen                             Süesse Cheib

 

 

Kategorie Cidre Apfelwein mit Alkohohl

 

Silber           Mosterei Businger Gmbh     Hüttwilen                                 Hüttwiler Apple Dream Cidre

 

Bronze         Mosterei Bussinger Gmbh   Hüttwilen                                 Schmotgretli

 

                        Mosterei Möhl                        Arbon                                       Saft klar mit Alkohol

 

 

 

Kategorie Cidre mit Zusätzen

 

Gold              Mosterei Möhl                         Arbon                                        Juicy Apple Cidre

 

 

 

Silber            Mosterei Möhl                        Arbon                                        Punsch Apple Cidre

 

                       Mosterei Möhl                        Arbon                                        Grappe Apple Cidre

 

 

Kategorie Cidre

 

Silber            Mosterei Möhl                        Arbon                                        Straight Apple Cidre

 

 

 

Kategorie Birnenwein

 

Bronce          Hans Oppikofer                      Steinebrunn                            Birnen Cidre

 

 

 

Kategorie  Sonderfruchtgetränke

 

 

Gold Sieger   Mosterei Bussinger Gmbh     Hüttwilen                               Reedlove Apple Dream alkohohlfrei

 

 

 

 

 

Süssmostwettbewerb der bäuerlichen Moster

 

Der traditionelle Süssmostwettbewerb 2019 ist immer auch eine Ausscheidung für den Schweizerischen Mostwettbewerb. Dieser erfolgt nach einem neuen Beurteilungsschema mit 100 anstatt 20 Punkten. Für die Verkoster eine Herausforderung, da Nuancen stärker gewichtet werden müssen. Die Moste 2018 wiesen aufgrund der warmen Witterung allesamt hohe Öchslewerte auf, was sich auf den Geruch auswirkte.

 

 

 

Die Bewertungskriterien

 

Die 39 zusammengekommenen Muster werden zuerst von Auge beurteilt. Trubanteil und die Farbe des Mostes spielt dabei keine Rolle, weil heute auch sortenreine Säfte, gefiltert oder nicht, gemacht werden, welche z.B. sehr hellen Most ergeben. Ein roter Saft ist dabei genau gleich zu bewerten wie andere Farben. Die für dieses Kriterium zugeordneten 15 Punkte werden selten nicht gegeben. Fehler, wie z.B. Kohlerückstände der Kohleelektroden des Pasteurapparates dürfen aber keine zu finden sein. Ebenso werden oxidative Veränderungen (oft von Überreifem Obst)  mit Abzügen bewertet.  

 

 

 

Geruch, 2019 oft neutral

 

Der Geruch wird mit der Nase erschnüffelt. Fehltöne  wie z.B. eine dumpfe, grautonartige Note welche ev. von einem nicht ganz sauberen Presstuch herrühren können, grasige Noten, welche von zu unreifem Obst her stammt oder das Gegenteil, oder dumpfe, nicht harmonische Noten von überlagertem Obst werden abgestraft. Dieser Punkt muss aber nicht unbedingt nur von einem Fehler stammen. Oft sind es auch sortenreine Säfte, welche störende, ungewohnte Noten enthalten. Verteilt werden hier 25 Punkte. Bei den Mosten 2018 fiel den Degustatoren auf, dass es kaum einen Most dabei hatte, welcher einen wirklich schönen, fruchtigen und angenehmen Geruch verbreitete. Die Säfte waren oft sogar ganz neutral, man roch also eigentlich gar nicht, ob es ein Most oder sonst ein anderes Getränk war. Dieser Umstand wurde dem warmen Wetter und den sehr hohen Öchslewerten zugeschreiben.   

 

 

 

Im Gaumen zeigt sich die Qualität

 

Geschmack, Geruch und Mundgefühl ergeben zusammen die Bewertung für den Gaumen. Verteilt wird hier die höchste Punktzahl von 35 Punkten. Die höchste Punktzahl wird für intensiv, komplexe Moste vergeben. Komplex bedeutet in diesem Fall, dass es eine Fülle von Aromen gibt. Besteht ein angenehmes Zucker-Säureverhältnis, sowie ein lange anhaltender Abgang im Mund und Gaumen, dann ist der Most unter den Besten.

 

 

 

Das Gesamtbild zählt

 

Das Optische, das Empfinden in der Nase und im Gaumen ergeben ein Gesamtbild, welches mit 25 Punkten separat benotet wird. Das Produkt soll süffig, in Nase und Gaumen angenehm, fruchtig und im Gaumen lange anhalten sein.

 

 

 

Die Degustation braucht Konzentration

 

Die Degustation fand unter der Leitung von Stefan Freund, Kursleiter für Süssmostkurse, statt.

 

 

 

seine erste Frage war, ob alle gesund sind, vorher keinen Alkohol getrunken haben und nicht geraucht haben. Alle Einflüsse, welche die Sinnesleistung beeinträchtigen können, müssen für eine solche Degustation auf ein Minimum reduziert werden. Degustiert wird mit einem Degustationsleiter und 5 Degustatoren. Die Muster wurden in 5 er Serien eingeteilt und jeder Degustator gibt seine Einschätzung Punkt für Punkt ab und erklärt, warum er dies so einschätzt. die Aufgabe des Degustationsleiters ist es am Schluss, die Koordination für die defintive Bewertung vorzunehmen. Nicht jeder Most schmeckt jedem gleich, insgesamt ist es aber bei Degustationen, ob Obst oder Wein immer wieder interessant, wie wenig die Beurteilung eigentlich voneinander abweichen. Bei einem System mit 20 Punkten war dies jedoch deutlich einfacher als beim jetzigen System mit 100 Punkten.  Ein Grundsatz der Degustation ist die Frage, ob ein Produkt, so wie es vorliegt, verkauft werden kann oder nicht. Erfüllt es die meisten Kriterien, kommt es auf mind. 81 Punkte und erhält eine Bronzeklassierung. 86 -89 Punkte ergeben Silber, darüber

 

Gold. Das Fenster zwischen Bronze und Gold ist auch mit dem heute angewandten System sehr eng und beträgt gerade mal 9 Punkte.

 

 

 

Ziel wird heute fast immer erreicht

 

Ursprünglich war der Süssmostwettbewerb mit dem Ziel gestartet, die Qualität der Moste zu verbessern. Dieses Ziel wurde schon längst erreicht. Insgesamt erreichen die angebotenen Produkte heute einen hohen Qualitätsstandart. Mit durchschnittlich 85,45 von max. 100 Punkten wird dies auch dieses Jahr wieder eindrücklich bestätigt. Bei durchschnittlich 55,67 Öchsle

 

resultierten dieses Jahr folgende Einschätzungen:

 

 

 

  8 x Gold

 

14 x Silber

 

14 x Bronze

 

6 x Zertifikat

 

 

 

Ein Most wurde mit Gartenkräutern veredelt. Ein solches Produkt kann nicht mit einem normalen Mostverglichen werden, es ist hier eher so, dass man es gerne hat oder eben nicht. Die Diversifikation ist jedoch heute sehr erwünscht. Gute Produkte mit speziellen Aromen oder Geschmacksrichtungen gelten als trendy und hipp, um es im Jargon der heutigen Ausdrucksweise zu sagen. Erfreulicherweise gab es auch drei Einsendungen mit Gärsaft. Diese sind jedoch zum Zeitpunkt der Degustation Anfang Jahr noch nicht fertig vergoren oder aber auch sonst sehr schwierig zu beurteilen. Die Variabilität solcher Produkte ist sehr gross und auch hier gilt, man mag es  oder nicht.

 

 

 

Muster für den Schweizerischen Mostwettbewerb

 

Der Schweizerische Obstverband hat den Mostwettbewerb neue aufgegleist und jedermann kann seine Muster gemäss Vorgaben zum Wettbewerb anmelden. Dazu sind auf der Website www.swissfruit.ch Informationen zu finden. Aus dem Thurgauer Wettbewerb wurden Muster ausgewählt, welche teilnehmen können. Wichtig dabei ist, dass die Muster in einem Verkaufsgerechten Gebinde, d.h. sauber verschlossen, angeliefert werden.

 

 

 

 

Gesamtbeurteilung

 

Most hat heute im Kampf um Marktanteile einen schweren Stand. Wohl bei keinem anderen Lebensmittel ist die Konkurrenz an Alternativen so gross wie bei den Getränken. Der allgemeine Gesundheitstrend treibt aber auch komische Blüten. Sogar die Fruchtzucker werden heute von gewissen Kreisen als schädlich eingestuft. Most ist jedoch immer noch ein natürliches, gesundes Getränk und weist heute ein hohes Qualitätsniveau auf. Dazu trägt auch die Mostertagung bei, welche am 21. Februar im Freihof in Gossau stattfindet. Bei uns gibt es noch Most, und das soll noch lange so bleiben, Prost.

 

 

 

BBZ Arenenberg, Urs Müller

 


Tausend Blüten – ein Fest in Mostindien

 

In der Mostgalerie am Bodensee fand am 24. April 2016, dem CH Tag der Hochstammbäume ein Blütenfest statt. Wir versuchten das Thema Blüten in allen Variationen umzusetzen. Da waren tolle Blütenbilder zu sehen. Dies an einer Blütenbar, wo synth. Blütenduft zu riechen und zugleich zu erleben war, wie sich der Blütenduft aus verschiedensten Einzeldüften, zT. auch sehr übelriechenden zusammensetzt. Filme über das Apfeljahr und den Apfelurwald vermochten viele, vielleicht lang gehegte Fragen zu beantworten. Die allerletzten Fragen konnten dann von Edwin Huber, dem abtretenden Präsidenten vom Thurg. Obstverband, auch noch kompetent beantwortet werden.

Das Angebot erstreckte sich von duftenden Wildrosen, arrangiert als Blütenwiese, über viele Produkte im weitesten Sinn aus dem Obstgarten bis zu Seifen, die sich bestens bewähren, die Fruchtflecken zu entfernen. Dann war auch die Bahnhofdrogerie von Amriswil anwesend mit der Pflegelinie, des inzwischen weltbekannten Apfels “Uttwiler Spätlauber“. Findige Drogisten haben mit dem Wirkstoff dieses Apfels, der die Haut langsamer altern lässt, eine Pflegelinie entwickelt, die sogar bis zu Michelle Obama vorgedrungen ist.

Man konnte eintauchen in die Welt der Bienen, der Brände, der Hölzer der Obstbäume und sich viel erzählen lassen von den Fachleuten, die sich allesamt dem Obst auf ihre Art verschrieben haben und mit viel Begeisterung ihr Wissen immer wieder weitergeben. So auch Schule auf dem Bauernhof, dessen Aufgabe es ist, längerfristig den Bezug zur Natur auf eine gesunde Weise wieder zu fördern.

Und die Verpflegung, die sich voller fruchtiger Überraschungen gezeigt hat. Die Fülle war so gross, dass man wahrscheinlich gar nicht alles entdeckt hat. So konnte man vom roten Apfelsaft, Goldmedaillenapfelsaft, Eistee; gemacht mit Obstsaft, über Mostrisotto, Fleischkäse „Mostindien“ mit Wildfruchtchutney, Mostfondue, Birewegge mit hofeigenen Feigen, Birnelkuchen, Schoggikuchen mit Swizlyüberzug, Süssmostcrème und Bauernhofeis mit z.B.Honig, Birnel auswählen.

Frisch gestärkt konnte man weiter zum Mostkrugschieben, eine Art Kegeln, mit attraktiven Preisen. Auch konnte man sich eine alte Pasteurisationsanlage ansehen. Ein Islikerapparat, ein Modell der ersten Stunde, womit auch Grossmostereien dereinst gearbeitet haben, und dies mit einer eindrücklichen Stundenleistung von 200-400lt.

Auch fast ganz ohne Sonne schauen wir gerne auf ein gelungenes Fest mit frischen Temperaturen zurück und bedanken uns bei allen Besuchern.

 

Lesen Sie hier den Medienbericht vom Thurgauer Tagblatt vom 26.04.2016.


Schweizer Süssmost-Qualitätswettbewerb 2013

Der 2012-er ist ein Spitzen-Saftjahrgang


Im Rahmen des Schweizer Obstkulturtages 2013 in den Olma-Messehallen fand die Preisverleihung zum 21. Schweizer Süssmost-Qualitätswettbewerb statt. Der gegenseitige Ansporn, den besten Saft zu produzieren, motivierte die Verarbeiter zu Höchstleistungen.


Nicolas Pradervand aus Signy (VD) heisst der Jahressieger des Schweizer Süssmost-Qualitätswettbewerbs 2013. Er nahm anlässlich der kürzlich vorgenommenen Prämierung in St. Gallen die verdiente Auszeichnung entgegen. Zusammen mit Nicolas Pradervand erhielten 13 weitere Produzenten eine goldene Auszeichnung für ihre Säfte. Je fünfzehnmal vergab die Jury eine silberne und eine bronzene Medaille und viermal ein Zertifikat. Über 500 Obstbaubetriebe, bäuerliche Mostereien und kleingewerbliche Obstverarbeiter nahmen im Vorfeld dieses Wettbewerbs gesamtschweizerisch an regionalen Ausscheidungen teil. 45 Produzenten qualifizierten sich mit total 48 verschiedenen Säften in den Kategorien geklärter Süssmost, naturtrüber Süssmost, Misch- und Gärsaft für den Finaldurchgang. Dominique Ruggli, Jury-Präsident, Verantwortlicher für den Bereich Obstbau am Landwirtschaftlichen Institut des Kantons Freiburg, Grangeneuve, berichtete anlässlich der Preisverleihung, dass Anfang Februar 2013 in Grangeneuve 48 Proben verkostet wurden. Für diese Finalrunde wurden die besten zehn Prozent der Proben aus jeder Regionalrunde und aus der überregionalen Ausscheidung berücksichtigt. Die qualifizierten Teilnehmer der Regionalrunden gaben auf Einladung des Fachzentrums Obstverarbeitung/Direktvermarktung (FZ OVDV) eine zweite Probe ab. Das FZ OVDV führte die Finalrunde durch.

Förderlich für Innovation und Weiterbildung
Aus den Proben mit den höchsten Noten wurde in einem abschliessenden direkten Vergleich ein einziger „Süssmost des Jahres“ bestimmt. Die Proben wurden in einem neutralen Glas serviert. Die Degustation erfolgte blind. Beurteilt wurde der Süssmost nach dem vom FZ OVDV vorgegebenen 20-Punkte-Schema. Die Jurymitglieder waren sich darin einig, dass der Saft der Ernte 2012 qualitativ als ein hervorragender Jahrgang bezeichnet werden darf, betonte Dominique Ruggli. Der Präsident des Fachzentrums Obstverarbeitung/Direktvermarktung, Kilian Diethelm, richtete ebenfalls persönliche Grussworte an die ausgezeichneten Produzenten: Er stellte fest, dass der Schweizer Süssmost-Qualitätswettbewerb für die Weiterbildung und Innovation der Branche förderlich ist. Die Produkte aus der bäuerlichen Obstverarbeitung, die sich geschmacklich, optisch und emotional von Massenprodukten abheben, geniessen eine hohe Anerkennung bei einer treuen Kundschaft. Eindrücklich seien auch die erbrachten Leistungen: Jährlich verarbeiten Früchteproduzenten und gewerbliche Verarbeitungsbetriebe über 10'000 Tonnen Früchte zu Spezialitäten wie Fruchtsäfte, getrocknete Früchte, Konfitüre und weitere Spezialitäten. Die Obstverarbeitung und die Produktvermarktung sei für viele kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe ein interessanter Zusatzerwerb mit direkter Wertschöpfung. Isabelle Schwander

Ausgezeichnete Ostschweizer Süssmoster 2013  

Gold
: Hansruedi Hagen, 8555 Müllheim (Kategorie geklärter Süssmost);  Bruno Müller, 8259 Wagenhausen (Kategorie geklärter Süssmost); Max Windler, 9502 Braunau (Kategorie geklärter Süssmost)

Silber
: Albert Forster, 9200 Gossau (Kategorie geklärter Süssmost); Guido Horber, 9200 Gossau (Kategorie geklärter Süssmost); Othmar Hüppi, 8735 Rüeterswil (Kategorie geklärter Süssmost); Margrit Spöhl, 8556 Engwang (Kategorie geklärter Süssmost); Daniel Vogel, 8580 Hefenhofen (Kategorie geklärter Süssmost)

Bronze
: Ruedi Leuzinger, 8753 Mollis (Kategorie geklärter Süssmost)

Die ausgezeichneten Süssmoster aus dem Thurgau. Von links: Max Windler, Daniel Vogel, Margrit Spöhl, Hansruedi Hagen und Bruno Müller.

Die ausgezeichneten Süssmoster aus dem Kanton St.Gallen und Glarus. Von links: Guido Horber, Othmar Hüppi, Albert Forster und Ruedi Leuzinger.




Gute Thurgauer Süssmost-Qualität

Qualitätswettbewerb / Bei den Gärsäften holte Bruno Bussinger, Hüttwilen, 19 von 20 möglichen Punkten. Zwei Süssmoster wurden mit 19.0 und zwei mit 18 Punkten bewertet.

SULGEN / «Auch das vergangene Jahr hatte wieder seine Eigenheiten, welche unsere Obstproduzenten verschiedentlich echt forderten», sagten die Co-Präsidenten Peter Widmer und Max Schindler an der 79. Jahresversammlung des Thurgauer Süssmosterverbands übereinstimmend. In den meisten Obstanlagen waren keine oder höchstens eine Behandlung mit Streptomycin notwendig um einen Schaden abwenden zu können. Laut Widmer sah es im Feldobstbau anders aus. Gut 150 Birnen- und Äpfelbäume sowie eine Anzahl Weissdörne mussten gerodet werden. Mit rund 65000 Tonnen wurde die niedrigste Mostobsternte seit 20 Jahren eingefahren. Besser sah es bei den Mostbirnen aus, wo mit knapp 11 000 Tonnen rund 20 Prozent über der geschätzten Menge geerntet werden konnte. Wie Widmer erklärte ist die Beratungsstelle für bäuerliche Obstverarbeitung zum BBZ Arenenberg vollzogen worden. Sämtliche Akten und Dokumente sind nun im BBZ deponiert.Dazu gehört auch die neue Obstpresse,welche zu Demonstrationszwecken Schulen und Vereinen zur Verfügung steht. Diese kann bei Peter Widmer Altnau reseviert werden.

Gute Mostqualität
Die Co-Präsidenten sind mit dem Qualitätswettbewerb zu frieden. Beim Gärsaft wurde Bruno Bussinger, Hüttwilen, mit 19 Punkten ausgezeichnet. Judit Iten-Auf der Mauer, Neukirch an der Thur und Peter Stark holten beim Süssmost 19.0 Punkte. Mit einem Punkt weniger wurde Mike Meier, St. Margrethen und Albert Schmid, Buch bei Märwil ausgezeichnet.

Beschreibung von Obstsortenressourcen
Projektleiter David Szalantay, Wädenswil erklärte das Projekt «Beschreibung von Obstgenressourcen (BEVOG). Er will die Beschreibung von Obstgenressourcen in NAP-Sammlungen umfassend vorantreiben. Dies soll in vier Modulen erfolgen. Das Projekt arbeitet dabei mit verschiedenen Partnern eng zusammen. Dazu gehören die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil, regionale NAP-Sammlungen (Riedern, HSW Wädenswil, FRUCTUS Breitenhof, FRUCTUS Wädenswil, Oeschberg, Lüscherz), Kantonalen Fachstellen für Obstbau BE/SG/TG und die Schweizerische Vereinigung für Obst- und Traubenverarbeitung SVOT. Das Projekt arbeitet zudem in der

Arbeitsgruppe Obst der SKEK (inklusive Pomologische Kommission) mit und liefert die Projektdaten an die Nationale Datenbank (NDB).

Öffentlichkeitsarbeit

Das Projekt führt in Absprache mit den beteiligten Partnern einen öffentlichen Anlass pro Jahr durch und informiert aktiv über die aktuellen Projektergebnisse. Ziel ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Vielfalt der Obstgenressourcen und deren Verwendung. An Tagungen im In- und Ausland werden bei Bedarf und nach Rücksprache mit der SKEK Vorträge über die Projektarbeiten gehalten. Mario Tosato












Bildlegende: Die Besten: ( v. l. n. r.): 1. Rang: Peter Stark, Judith Iten und Bruno Bussinger (je 19.0): 2. Rang 18 Punkte: Albwert Schmid und Mike Meier. (Bild: Bruno Hugentobler)